Als Gäste auf dem Podium konnte Pfrn. Maja Petrus zwei Vertreterinnen von der Igelstation Mittelland in Dürrenäsch begrüssen: Doris Nagl und Fränzi Furrer. Ihnen beiden sind die stacheligen Vierbeiner sehr ans Herz gewachsen. Seit der Gründung des Vereins und der Eröffnung der Igelstation 2023 in Dürrenäsch sind sie engagierte Ehrenamtliche, die viel von ihrer Zeit, ihrer Hingabe und ihrer Kraft den Igeln in Not widmen. Ein grosses Team von Freiwilligen ist nötig, damit man sich in der Igelstation tagtäglich rund ums Jahr für Baby-Igel, ihre Mütter und verletzte Tiere einsetzen kann. Doris und Fränzi erzählten anschaulich und mit grossem Wissen von ihren täglichen Herausforderungen. Jeder verletzte Igel, der in die Station kommt, erhält umfassende Abklärung und Pflege. Mit einer Tierarztpraxis in Baden-Dättwil arbeitet die Igelstation eng zusammen. Freiwillige putzen täglich die Wannen/Ställe, jeder Igel wird täglich gewogen, je nach Bedarf gepflegt, die Fütterung ist aufwändig und braucht ebenso viele HelferInnen.
Es sind manchmal schlimme Verletzungen, Verstümmelungen, die das Team sieht, doch sie helfen nach bestem Wissen, mit Herz und Realitätssinn. Manchmal bleibt leider nur die Option, ein schwer verletztes Tier zu erlösen. Doch die positiven Geschichten geben allen im Team die Kraft weiterzumachen. Wenn eine Igelmama, deren Verletzungen verheilt sind, mit ihren Babys wieder ausgewildert werden kann, ist das ein Highlight und wiegen die Lowlights auf.
Die Igelstation ist auch aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Sensibilisierung darauf, was Igel brauchen und wie ihr Lebensraum erhalten werden kann. Wer einen stacheligen Gast im eigenen Garten hat, kann mit verschiedenen Massnahmen dem Vierbeiner helfen. Ein grosses Problem ist der Rückgang an Biodiversität, d. h. es braucht Pflanzen, die Insektenfreundlich sind, genügend Hecken & Ast- oder Laubhaufen als Unterschlupf und auch zugängliche Winterquartiere. Ein allzu aufgeräumter Garten ist kein guter Ort für Igel. Igel sind reine Insektenfresser und Fleischfresser. Milch und Getreidehaltiges Katzenfutter sind für sie Gift. Auch Schnecken essen sie nur in allergrösster Not.
Die Zuhörerinnen der Matinée waren sichtlich bewegt vom Erzählen und gaben am Ende einen grossen Dankeschön-Applaus. Der Anlass wurde mit Orgelklängen, gespielt von Jolanda Rihm, wohltuend bereichert und anschliessend gab es einen feinen Apéro.
Wenn Sie mehr erfahren, helfen oder spenden möchten, hier der Link zur Website: www.igelhilfe-mittelland.ch.













